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PressespiegelSüddeutsche Zeitung und jetzt.de, Di. 16.01.2007von lea-hampel Ein Jahr Radio Microwelle: Zu Besuch beim Internet-Radio der FH München Montagabend, 19 Uhr, die Internetradiosendung „Studentenstadl“ öffnet ihre Pforten. Wer bei dem Titel Volksmusik erwartet, liegt aber falsch. Gerade hat sich ein Hörer via Mail Musik von Less Than Jake gewünscht und nur wenige Maus-Klicks später hat Moderator und Student Florian Paul den gewünschten Song gefunden und moderiert ihn an – passenderweise garniert mit Nischenwissen aus der Punkrockszene.
35 Hörer lauschen an diesem Abend der Indie-Rock-Sendung von „Radio Microwelle“, dem offiziellen Web-Radio der Fachhochschule München. „Die Zahl hört sich vielleicht nicht nach viel an, aber damit sind wir in den Ranglisten der Internetradios schon im oberen Drittel“, sagt Thorsten Schöckel, 28, der das Radioteam gemeinsam mit Hans Paulini leitet. Hans, 28, war es auch, der den Sender vor einem Jahr ins Leben gerufen hat. Darf ich moderieren? Täglich wird aus der Schachenmeierstraße in Neuhausen Wissenswertes rund um FH, Uni und Leben in München in die Weiten des Internets geschickt. Wäre es nach Redaktionsleiter und Microwelle-Gründer Hans Paulini gegangen, hätte die Mannschaft das Jubiläum schon früher gefeiert: Drei anvisierte Starttermine mussten aus organisatorischen Gründen verstreichen, ehe die „Microwelle“ am 13. Januar 2006 mittags um zwölf Uhr auf Sendung gehen konnte. Dem Sendestart waren neun Monate Vorbereitungsarbeit vorausgegangen; bereits im Frühjahr 2005 hatte Hans, inspiriert von der Vielzahl der Uni-Radio-Sender im Internet, die Idee für ein FH Radio. Er wandte sich an die Hochschulleitung, die begeistert jede Unterstützung zusagte – außer Geld. Genau daran aber fehlte es am meisten, weil Computer, Telefon, GEMA-Gebühren oder Mikrofone bezahlt sein wollten. Was tun? Wirtschaftsinformatik-Student Hans Paulini nahm kurzerhand an einem Fundraising Seminar im Fachbereich Marketing teil. Er lernte, wie man Geld auftreibt und hatte ein halbes Jahr später tatsächlich einen Werbepartner gewonnen. So konnte er mit dem Drucken von Flyern und mit der Organisation der Technik beginnen. 20 bis 30 Stunden, schätzt Hans, hat er im vergangenen Jahr für das Radio gearbeitet – jede Woche. „Das Schwierigste ist, die Leute zu koordinieren“, sagt er. An freiwilligen Mitarbeitern nämlich mangelt es ihm nicht. Florian zum Beispiel, der gerade den Studentenstadl moderiert, kam vor einem halben Jahr vorbei und fragte, ob er eine Sendung moderieren dürfe. Seine Moderatorenkollegen Christoph und Julian brachte er gleich mit.
Das Microwelle-Team besteht derzeit aus zehn Studenten, weitere 20 Studenten zählen zu dem, was Hans den „weiteren Dunstkreis“ nennt. Die Mischung im Team ist ausgewogen: Die Mitarbeiter kommen aus zehn der insgesamt 14 Fachbereiche an der Fachhochschule. „Das ist super für uns. Wir haben dadurch eine große Vielfalt und es wird nicht immer über das Gleiche gesprochen“, sagt Thorsten. „Wirtschaftswissenschaftler sind bei uns genauso dabei wie Mechatroniker und Ingenieure.“ Eine Vielfalt, die sich im Programm spiegelt, wenn zum Beispiel die Touristikstudenten regelmäßig Sendungen auf Spanisch oder Französisch machen; mittwochs läuft die „Netwelle“, eine Sendung, in der sich alles um das Internet dreht; und seit neuestem gibt es immer dienstags die „Lokalisten-Show“, die in Zusammenarbeit mit den Machern der Internetplattform entstanden ist und neue Hörer zur Microwelle bringen soll. Damit nicht zu viele „Ähs“ und gestotterte Sätze zu hören sind, kommen immer wieder Profis vorbei, die die Moderatoren coachen. Ein Moderator von Fußball-Bundesliga-Spielen und der „Morningman“ eines Regionalsenders waren schon da. „Die kommen gerne zur Nachwuchsförderung“, sagt Hans. Auf Metallica folgte Robbie Das Hauptproblem zu Beginn war übrigens auch nicht die mangelnde Moderationsqualität, nein: Immer wieder gab die Musikauswahl Anlass zu Beschwerden. „Wir hatten ein Problem mit der Software, und dann kam zum Beispiel Metallica direkt nach Robbie Williams. Ergebnis: Pophörer und Metaller waren frustriert.“ Deswegen gibt es jetzt Sendungen, in denen donnerstags Elektro, freitags gemischte Musik in der „Radio WG“ und montags Indie und Alternative mit Flo Paul und seinen Freunden läuft. Die richtige Musik-Rotation will erst gelernt sein. Gegen Semester-Ende zum Beispiel ist es wichtig, dass vor allem zu später Stunde ruhige Musik gespielt wird: Viele Studierende lernen dann bis in die Nacht hinein auf ihre Prüfungen und lauschen nebenbei der Microwelle. „Da hören uns auch nachts um drei noch zehn bis 15 Leute“, sagt Thorsten. Mittelfristig wollen die Macher vor allem erreichen, dass sich die Studenten über das Radio mit der FH identifizieren. Mehr noch: „Wir wollen das Sprachrohr der FH werden“, sagt Thorsten. Dazu beitragen könnte ein Projekt, das das Redaktionsteam seit einigen Wochen vorbereitet. Anfang Februar wird Radio Microwelle erstmals in der Pasinger FH-Mensa aus den Lautsprechern schallen. Wenn das Experiment gut geht, sollen irgendwann alle FH-Mensen von Microwelle beschallt werden. Thorsten freut sich schon: „Dann entkommen sie uns nicht mehr.“ Münchner Wochenanzeiger, Di. 31.01.2006Das studentische "Webradio Microwelle" ist on air In dieser Serie stellen wir in loser Reihenfolge ungewöhnliche Nachbarn vor: Maxvorstadt · Im vergangenen März entdeckte Hans Paulini, Student der Wirtschaftsinformatik an der Fachhochschule (FH) München, seine Leidenschaft fürs Radiohören im Internet: »Musik über das Internet zu hören, rund um die Uhr ein unglaubliches Angebot wahrnehmen zu können – das fasziniert mich«, sagt er. Christiane Fisch und Hans Paulini stecken hinter "Radio Microwelle". Hier findet jeder die Sendung zu seinem Spezialhobby.« Und weil es laut Paulini gar nicht genug solcher Internet-Sender geben kann, beschloss er kurzerhand, eine eigene Webradio-Station für die FH auf die Beine zu stellen – das "Webradio Microwelle". Zuerst sicherte sich der 27-Jährige die Hilfe von Fachschaft, Sprecherrat und der FH-Vorsitzenden für sein Projekt, außerdem suchte er via Zettel-Aushängen in der gesamten Uni nach radiointeressierten Mitstreitern. »Es meldeten sich unglaublich viele Kommilitonen, von denen zehn durchgehalten haben und immer noch im Team sind«, erzählt der heutige Programmchef stolz auf der Pressekonferenz in der vergangenen Woche. In weniger als einem Jahr war seine Idee in die Tat umgesetzt. Dass es so schnell geklappt hat, hat viele Gründe, von denen die Energie Paulinis nur einer ist: »Ein Webradio ist wesentlich günstiger als ein ‚normaler’ Radio-Sender«, erklärt die 29-jährige Christiane Fisch, BWL-Studentin und Pressesprecherin von »Radio Microwelle«. »Man muss keine Lizenz kaufen und auch keine Frequenz finden. Der Empfang ist immer bestens und man zahlt lediglich die Zweitnutzungs-Gebühren an die GEMA.« Professionell fürs Radio sprechen konnte anfangs übrigens keiner der Studenten, die sich nun an die Mikros wagen. Auch Paulini nicht, der bislang nur als Mitarbeiter hinter den Kulissen von Pro 7 Medienerfahrung sammeln konnte. Daher gab das Ausbildungsradio M 94,5 Tipps für den Umgang mit der Stimme. Und die künftigen Moderatoren halfen sich selbst: »Wir haben einfach auf Band gesprochen und uns dann untereinander verbessert – stundenlang«, erklärt Paulini. »Das Schlimmste ist ja auch die Nervosität – und die vergeht am besten, wenn man einfach die Kopfhörer aufsetzt und auf das unbekannte Gerät einredet.« Die FH stellte dem Team von »Microwelle« praktischerweise einen eigenen Raum zur Verfügung, der sich in Studio und Versammlungszimmer teilen lässt. Dort, im Erdgeschoss des FH-Gebäudes in der Schachenmeierstraße 35, gibt es nun alles, was ein Radiosender braucht: Mischpult, Computer, Mikrofone, Kaffee – und natürlich eine Mikrowelle. Von hier aus erreicht das Radio die ganze Welt – und vor allem die Kommilitonen im FH-Hauptgebäude in der Maxvorstadt. Am 13. Januar ging "Microwelle" erstmals auf Sendung, seither läuft auf www.radio-microwelle.de vor allem Musik. »Moderation und Information wird es mehr geben, sobald bei uns Mitarbeitern die Prüfungszeit vorbei ist«, so Paulini. Bis dahin werden die künftigen Moderatoren weiterhin das Sprechen üben, um gut vorbereitet zu sein, wenn die Live-Sendungen starten und das Radio in der Mittagszeit auch in den FH-Mensen übertragen wird, wo dann die Kommilitonen sitzen, hören und über die verschiedenen Sendungen tratschen. Elena Schott
Münchenblogger, Mi. 25.01.2006Radio Microwelle - Campus-Radio an der FH WildeHousemusik. Zwischendurch zeigt der Computer an: Prebuffering. Der Tonverstummt. Plötzlich Frauengekreische. Eine tiefe Herrenstimme brummtsingend: Radio. Radio. Radio. Dann Stilbruch: deutscher Rock. Die Bandklingt ein wenig nach Anajo. Es folgen Beck, Placebo, ein Soul-Stück,schließlich wieder House. Die Sportfreunde Stiller dürfen natürlich auch nicht fehlen. Das ist also Radio Microwelle. Seit dem 13. Januar 2006 hat München endlich ein Campus-Radio. Per Umfrage haben die Radiomacher von der FH München ermittelt, was ihre Studenten hören wollen: Rock, Soul, House und vorallem aktuelle Charts. Ganz ohne Kommerz schalten die Leute ab, istihre Devise. Der alternativere studentische Radiosender M94.5 muss sich also nicht vor Konkurrenz fürchten Radio Mircrowelle ist derzeit nur über das Internet empfangbar.Vielmehr als 50 der 13.000 FH-Studenten werden anfangs wohl nichtzuhören. Bald soll das Programm aber auch in der Mensa und Cafeteriaerschallen. Auf der Homepage heißt es derzeit: “Die Prüfungszeit ist angebrochen und auch wir sind davon betroffen.” Radio-Microwelle strahlt bis dahin ein reduziertes Programm aus, da “die nötigen Arbeitskräfte beim Lernen für die Klausuren abhanden gekommen sind”. Im Februar wollen sie dann richtig durchstarten. Münchner Merkur, Di. 10.01.2006Die perfekte Welle für Studenten Webradio der Fachhochschule München geht ab Freitag auf Sendung "Können wir zum Test einen Live-Stream machen?" fragt Hans Paulini. Technikleiter Sebastian Friedel ist irritiert. "Was? Das geht jetzt nicht." Nachdem Studiotechniker Thiemo Limbach ein paar Kabel umgesteckt hat, geht es doch. Paulini setzt sich hinters Mikrofon und beginnt zu moderieren. Die Stimmung im Studio an der Schachenmeierstraße 35 ist leicht angespannt. Noch drei Tage, dann geht "microwelle", das Campus-Webradio der Fachhochschule München, auf Sendung. Die meisten der mehr als 30 Mitarbeiter haben noch nie zuvor Radio gemacht, erzählt Paulini. Seit Dezember tasten sie sich an die Arbeit hinterm Mikrofon heran. Vom Moderator eines bayerischen Lokalradios gab es einige Lehrstunden. Inzwischen klappe die Arbeit im Team "ganz gut", versichert Elektrotechnik-Student Friedel. Aber natürlich habe es "sehr viele Diskussionen gegeben", ergänzt Wirtschaftsingenieur Limbach. "Viele haben Vorstellungen, die mit der Technik nicht vereinbar sind", sagt Limbach. Wirtschaftsinformatik-Student Hans Paulini hat die Idee eines eigenen FH-Radios im März in einem Fundraising-Seminar an der Hochschule vorgestellt. Dort wurde ein Konzept erarbeitet, um Geldgeber für das Projekt zu werben. Nachdem Sponsoren gefunden waren, konnte die Ausstattung beschafft werden: Zwei Mixer, zwei Mikrofone und drei Rechner mit Radio-Software stehen jetzt im Studio; im Redaktionszimmer nebenan noch einige Computer, die die Fachhochschule den Radiomachern überlassen hat. Ab Freitag will "microwelle" die FH-Studenten vor allem zur Mittagszeit live mit Musik und Berichten aus dem Hochschulumfeld beschallen. Außer über den Computer wird der Sender bald auch in den Cafeterien der Hochschule zu hören sein. Die Themen für Wortbeiträge sollen hauptsächlich aus dem FH-Umfeld kommen. "Wir haben uns auf die Fahnen geschrieben, ebenso über Missstände wie Positives an der FH zu berichten", sagt Paulini. Auch Themen wie Studiengebühren wolle man aufgreifen. "Im Prinzip wollen wir aber unpolitisch sein", betont er. Von Indie über Soul und House bis zu den aktuellen Charts soll das musikalische Spektrum reichen. "Ganz ohne Kommerz schalten die Leute uns ab", sagt Paulini. Das habe eine Umfrage ergeben. Dem alternative-lastigen Uni-Radio M94,5 wolle "microwelle" jedenfalls keine Konkurrenz machen. Sendestart von "microwelle" ist diesen Freitag. Ab 17 Uhr legt DJ Servet Soul auf. Um 17.30 Uhr wird die Eröffnungsfeier mit einer Rede von FH-Präsidentin Marion Schick übertragen. Ab dann soll regelmäßig gesendet werden. Dass der Sendestart mit der Prüfungszeit an der Fachhochschule zusammenfalle, sei natürlich etwas unglücklich, gibt Paulini zu. "Wir werden eben dann live senden, wenn wir die Manpower dafür haben." Nicolas A. Zeitler
Süddeutsche Zeitung und jetzt.de, Mi. 11.01.2006, S. 40An der FH startet ein neues Radio im Internet. Drei Tische aus beigefarbenen Kunststoffplatten, zwei Computer, ein kleines Mischpult und dazwischen sie: die Blonde mit den tiefroten Lippen, ein bisschen Marilyn Monroe, ein bisschen Scarlett Johansson. Verführerisch legt sie den Kopf in den Nacken, aber das ist nicht so wichtig. Viel wichtiger ist, dass sie lacht. Deswegen haben Hans Paulini und seine Kollegen das Poster der unbekannten Schönen an die Wand gestellt, hier im Sendestudio des neuen Radios der Fachhochschule ( FH) München: Es soll ein Lächeln auch auf die Lippen der Moderatoren bringen. Dann hören sich ihre Stimmen freundlicher an, sagen sie. Die Szenerie im Studio sagt einiges über Radio Microwelle, das am Freitag, Punkt 12 Uhr, erstmals auf Sendung geht: Es ist noch etwas unfertig. Die Einrichtung wirkt provisorisch, viele Moderatoren machen ihre ersten Erfahrungen am Mikro. Und: Die Stimmung ist gut. Das liegt wohl auch an Paulini, 27, der den Job des Programmdirektors macht. Eigentlich studiert er Wirtschaftsinformatik, zurzeit aber will er vor allem, dass seine Idee ein Erfolg wird: ¸¸Das Radio ist eine super Plattform, auf der wir uns präsentieren können", sagt er. ¸¸Jeder kann Erfahrungen sammeln, die sich zum Beispiel im Lebenslauf gut machen." Aus rund 30 Leuten besteht das Team, fast alle studieren an der FH. Die Hochschulleitung hat beim Start kräftig mitgeholfen. ¸¸Sie gibt uns alles, was wir brauchen", sagt Paulini, ¸¸nur kein Geld." Dafür sorgen Sponsoren. Ein paar Sendekonzepte gibt es auch schon, beispielsweise für ¸¸Alex und Alex", die als ¸¸unbarmherzige Samariter" die Kommilitonen in Stimmung bringen wollen. Sascha ist ¸¸der Elektroniker" und wird abends House, Trance und Techno spielen. Solche Musik soll aber eher selten bleiben; tagsüber dominieren wie bei vielen Radiosendern Rock, Pop und Hits aus den Charts. ¸¸Wir haben eine Umfrage unter Studenten gemacht, die meisten wollen das hören", sagt Paulini. Außerdem gibt es Informationen aus der FH, Interviews mit interessanten Studenten und Tipps für die besten Partys. Hören sollen Radio Microwelle also vor allem die rund 13 000 FH-Studenten, auch wenn Paulini das nicht beschränken möchte: ¸¸Wir freuen uns über jeden!" Mehr als 50 auf einmal werden es anfangs aber nicht sein. Denn Microwelle ist nur über das Internet empfangbar, auf www.radio-microwelle.de: Es ist ein so genanntes Webradio, da ist der Zugriff beschränkt. Demnächst soll das Programm auch in der Mensa und der Cafeteria der FH ausgestrahlt werden. Bis dahin gibt es einiges zu tun: Bei der Probesendung bricht immer wieder der Empfang ab - ein Problem mit dem Speicherplatz auf dem PC. Aber bis zum Freitag, da ist Paulini sicher, ist das behoben. Und dann soll im Studio nicht nur die hübsche Blonde strahlen. Hans Häuser
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